AI Showcase · AIoT-Innovationslabor für vernetzte Produkte

Wenn vernetzte Geräte anfangen, ihre Daten zu verstehen.

Entdecken Sie, wie künstliche Intelligenz Gerätedaten erklärt, Anomalien erkennt, Nutzer unterstützt und aus Connected Hardware ein intelligenteres Produkterlebnis macht.

Vom Sensorsignal zur verständlichen Handlung: die Kette, die jeder Demonstrator auf dieser Seite durchläuft.

Einordnung

Intelligenz entsteht nicht im Modell allein.

Ein Produkt ist nicht intelligent, nur weil ein Chatfenster integriert wurde. Die Intelligenz entsteht aus dem Zusammenspiel des gesamten Systems, und genau dieses Zusammenspiel bauen wir.

relevante Gerätedaten Kontext zuverlässige Übertragung geeignete Modelle Unsicherheitsbewertung verständliche Erklärung sinnvolle Interaktion klare Grenzen und Kontrolle

Wir betrachten AI nicht isoliert, sondern als Teil eines vollständigen Connected-Product-Systems: Gerät, Verbindung, App, Backend, Daten und Mensch.

Modul A

interaktiver Prototyp

Gerätedaten verständlich erklären.

Geräte liefern Messwerte, Fehlercodes und Zustände, die für Nutzer schwer verständlich sind. Die AI-Funktion übersetzt sie in natürliche Sprache und erklärt sie in ihrem Kontext. Wählen Sie einen Gerätezustand des fiktiven M40-Monitors:

Eingangsdaten

Telemetrie, Fehlercodes, Betriebszustand, Verbindungsqualität und Produktdokumentation.

Geschäftlicher Nutzen

Weniger Supportanfragen, schnellere Problemlösung, höhere Produktakzeptanz.

Architektur

Gerät → BLE → App → Kontextaufbereitung → Sprachmodell → geprüfte Ausgabe

Grenzen und Sicherheit

Erklärungen sind Empfehlungen, keine Diagnosen. Kritische Zustände folgen festen Regeln, nicht dem Modell.

Modul B

interaktiver Prototyp

Anomalien und Fehler früh erkennen.

Geräte verhalten sich oft über Wochen zunehmend ungewöhnlich, ohne dass ein einzelner Messwert einen Alarm auslöst. Der Vergleich zeigt, warum Mustererkennung in Zeitreihen früher reagiert als ein fester Schwellenwert:

Eingangsdaten

Zeitreihen aus Vibration, Temperatur, Laufzeit und Lastprofilen der Geräteflotte.

Geschäftlicher Nutzen

Ausfallzeiten reduzieren, Wartung planbar machen, Garantie- und Servicekosten senken.

Architektur

Gerät → Telemetrie → Cloud-Pipeline → Anomaliemodell → Priorisierung → Service-Dashboard

Grenzen und Sicherheit

Kein Modell sagt jeden Fehler zweifelsfrei voraus. Erkennungen sind Hinweise mit Konfidenz, die ein Mensch bewertet.

Modul C

Konzeptdemo

AI-gestützter Produktsupport mit Gerätekontext.

Klassische Supportsysteme kennen die Dokumentation, aber nicht das Gerät des Kunden. Der Unterschied wird an derselben Anfrage sichtbar:

Eingangsdaten

Produktdokumentation, aktueller Gerätezustand, Nutzerbeschreibung, bekannte Fehlerbilder, Supporthistorie.

Geschäftlicher Nutzen

Weniger Rückfragen, konsistentere Antworten, spürbare Entlastung des First-Level-Supports.

Architektur

Gerätezustand + Dokumentation → Abruf relevanter Inhalte → Sprachmodell → Antwort mit Quellen und Eskalationspfad

Grenzen und Sicherheit

Antworten stützen sich auf freigegebene Quellen. Bei Unsicherheit übergibt der Assistent an Menschen statt zu raten.

Architekturentscheidung

Edge, App, Cloud oder Hybrid: wo soll die AI rechnen?

Dieselbe AI-Funktion kann auf dem Gerät, in der App, in der Cloud oder verteilt laufen. Die richtige Antwort hängt vom Produkt ab, und sie prägt Datenschutz, Kosten und Nutzererlebnis.

Edge · Gerät
On-Device · App
Cloud
Hybrid
Latenz
minimal
sehr niedrig
netzabhängig
je Funktion optimiert
Datenschutz
Daten bleiben im Gerät
Daten bleiben beim Nutzer
Übertragung nötig, Schutz per Design
sensible Daten lokal, Rest zentral
Offlinefähigkeit
vollständig
vollständig
keine
Kernfunktionen offline
Modellgröße
stark begrenzt
begrenzt
nahezu unbegrenzt
nach Bedarf verteilt
Energie und Kosten
Batterielast am Gerät
Smartphone trägt die Last
laufende Betriebskosten
Kosten folgen der Nutzung
Updates
Firmware-Zyklus, langsam
App-Release-Zyklus
jederzeit, zentral
zentral + koordiniert

Diese Abwägung ist eine Architekturentscheidung, keine Modellfrage. Im Connected Product Blueprint wird sie dokumentiert und begründet.

Verantwortungsvolle AI

AI, der Nutzer und Unternehmen vertrauen können.

Gute AI zeigt sich nicht nur darin, was sie tut, sondern auch darin, wann sie nicht handelt. Diese Mechanismen gehören bei uns zur Produktqualität, nicht zur Ethikfolklore:

Datenminimierung

Nur die Daten erheben und übertragen, die die Funktion wirklich braucht. Edge vor Cloud, wo es geht.

Unsicherheit sichtbar machen

Jede Aussage trägt ihre Konfidenz. Nutzer sehen, wie sicher sich das System ist, statt einer Fassade der Gewissheit.

Menschliche Freigaben

Kritische Aktionen brauchen Bestätigung. Human in the Loop ist eine Architekturregel, kein Werbewort.

Sichere Fallbacks

Fällt das Modell aus oder ist es unsicher, greift definiertes Regelverhalten. Das Produkt bleibt bedienbar.

Monitoring im Betrieb

Modellqualität wird nach dem Launch gemessen, Fehlentscheidungen werden erfasst und fließen in die Verbesserung ein.

EU AI Act im Blick

Regulatorische Anforderungen werden früh eingeordnet, damit Compliance keine nachträgliche Baustelle wird.

Vom Experiment zum Produkt

Ein überzeugender AI-Prototyp ist noch kein zuverlässiges Produkt.

Der Weg von der Demo zur belastbaren Produktfunktion folgt bei uns zehn Schritten:

01 Nutzer- oder Geschäftsproblem definieren
02 Verfügbare Daten bewerten
03 AI-Use-Case priorisieren
04 Prototyp erstellen
05 Qualität und Risiken evaluieren
06 Architektur und Datenschutz planen
07 Human-in-the-Loop-Regeln definieren
08 Pilot im echten Produkt testen
09 Wirkung messen
10 Schrittweise produktiv ausrollen
In Vorbereitung
Predictive Maintenance Kontextsensitives Produktverhalten Visuelle Qualitätsprüfung Energieoptimierung Lokale On-Device-AI